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» Glossar: Definitionen, Ergänzungen, Empfehlungen |
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Hinweis: Die Sektionen "Ergänzungen des Regelwerks" und "Definitionen" sind verbindliche Regeln. Die Ausführungen des Abschnitts "Ideales Rennverhalten" sind Empfehlungen, aber keine Vorschriften. |
| » Ergänzungen des Regelwerks |
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Wer in unklaren Situationen unbeirrt auf dem Gas bleibt, gefährdet nicht nur andere, sondern auch sich selbst - Zusammenstöße mit extrem langsamen Autos überlebt ein Stock Car höchst selten. Allerdings sollte niemals überhastet reagiert werden, denn wer vor einer Unfallstelle die Kontrolle verliert, verursacht schnell zusätzlichen Blechschaden. Demnach gilt bei vernebelter Sicht und immer dann, wenn Autos unvorhersehbar über die Strecke kreiseln: Fuß vom Gas und leicht bremsen. Dies ist das Wichtigste und signalisiert, dass man den Crash vor sich wahrgenommen hat und Vorsicht walten lässt. Es empfiehlt sich, konstant, aber nur so stark wie nötig zu verzögern, so dass auch Nachfolgende noch reagieren können. Vollbremsungen sollte man nur dann einleiten, wenn Ausweichen aussichtslos erscheint. Je vorhersehbarer man selbst den Unfallort durchquert, desto einfacher wird es für die Anderen, exakt dasselbe zu tun. |
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- Der Führende hat die Pace Car-Geschwindigkeit zu halten, bis Grün geschwenkt wird.
- Schlecht beschleunigende Fahrzeuge (u. a. solche mit defektem Gang) sind auf der Innenbahn zu platzieren.
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Fahrer, die eine Runde zurückliegen, müssen überrundende Gegner bei der nächsten unriskanten Gelegenheit vorbeilassen, sofern diese nicht erkennbar langsamer sind. |
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» "x-wides" & "Change Line" [1] |
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- Ein 2-wide findet statt, sobald sich ein Atom eines Fahrzeugs neben einem Atom eines anderen Fahrzeugs befindet. ("Neben" bedeutet, dass, zöge man quer über die Strecke eine gerade Linie, die senkrecht zum Streckenrand stünde, beide Atome sich auf dieser Linie befänden. Der Spotter vollbringt seine Meldungen für gewöhnlich nach dieser Regel.)
- Findet ein 2-wide statt, sind alle denkbaren Fahrlinien legitim, die weder zu einer Berührung, noch zu einem Ausweichmanöver seitens mindestens einem Beteiligten führen.
- Ergibt sich eine Berührung oder ein Ausweichmanöver und soll festgestellt werden, wer hieran schuld ist, so gelten folgende Orientierungshilfen:
- Je "weicher" ein Fahrer durch die Kurve fuhr, d. h. je weniger Lenkkorrekturen er über den gesamten Kurvenverlauf verhandelt hat, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit seiner Mitschuld. (Ausnahme: merkliches Unter- oder Übersteuern.)
- Man denke sich die übliche Ideallinie so breit, dass darauf - unter Voraussetzung der Möglichkeit kleinerer Lenkkorrekturen sowie kleinerer Warps - zwei Fahrzeuge Platz finden, und man gestehe beiden Fahrern je eine Hälfte dieser Fahrspur zu. Je weiter die Abweichung von dieser Hälfte, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Mitschuld.
- Unvorhersehbare, ruckartige Fahrtrichtungsänderungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Mitschuld.
All diese und eventuell weitere, z. B. strecken- oder situationsspezifische, Faktoren fließen in jeder Betrachtung der Schuldfrage zusammen. Die Rennkommission bestimmt anhand dieser Orientierungshilfen, wessen Fahrweise zu vermeiden gewesen wäre und daher als schuldig-verursachend zu bezeichnen ist. Eine solche Fahrweise wird Change Line (kurz: CL) geheißen.
- Ein 3-wide zwischen den Fahrzeugen A, B und C findet statt, sobald sich Fahrzeug A und B im 2-wide und gleichzeitig auch Fahrzeug B und C im 2-wide befinden. Die genannten Richtlinien gelten entsprechend. 4-wides und Höhere bestimmen sich in derselben Weise.
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» "Blocken" & "Change Line" [2] |
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Ändert ein Fahrer seine Fahrtrichtung unvorhersehbar und plötzlich so, dass ein Nachfolgender einen Unfall nicht vermeiden kann oder benachteiligt wird, so ist in einem zweiten Sinn von einem Change Line die Rede. Geschah solch ein Change Line aus der Absicht heraus, ein Überholmanöver zu unterbinden oder zu erschweren, so spricht man von einem Blockierversuch, kurz: Blocken. Blocken im wiederholten Falle ist strafwürdig; ein Change Line im zweiten Sinne ist nur dann nicht strafwürdig, wenn der Fahrer durch äußere Umstände zu seinem - aus der Sicht des Nachfolgenden - unvorhersehbaren Manöver gezwungen war. |
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Der Ausdruck "Abschuss" weist auf die hauptsächliche Verursachung einer Berührung durch eine Bewegung in Fahrtrichtung hin (für gewöhnlich: Auffahren) und steht daher analog zum Ausdruck "Change Line", der auf die hauptsächliche Verursachung einer Berührung durch eine Bewegung quer zur Fahrtrichtung hinweist. |
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Das Verursachen eines x-wide durch ungewöhnlich spätes Verzögern wird als Divebomb bezeichnet, wenn:
a) der zu Überholende bereits eingelenkt hat und seine Linie merklich öffnen/korrigieren muss, um einen Zusammenstoß zu vermeiden;
b) der Überholende aufgrund des kritischen Verzögerns einen CL begeht;
c) dem zu Überholenden durch einen weiteren, durch den Überholenden bedingten Umstand im Turn eine gleichwertige Durchfahrt (legitimer x-wide) unmöglich wird.
Divebombs sind nicht erlaubt. |
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Der Unforced (kurz: UF) ist ein Fahrfehler ohne gegnerische Einwirkung. Hiermit sind meist Dreher gemeint, in einzelnen Fällen aber auch Quersteher oder Ausritte. |
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» "Walltouch" & "Wallride" |
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Ein Walltouch ist die kurze, heftige oder dezente Berührung einer Begrenzungsmauer. Als Wallride werden Einschläge in die Mauer mit nachfolgendem "Klebenbleiben", also einem Entlangrutschen an der Mauer, bezeichnet. Beim Wallride ist besonders darauf zu achten, sich sanft wieder von der Mauer zu lösen und nicht aufgrund heftiger Lenkbewegungen quer über die Strecke zu schießen. |
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» Empfehlungen für das Fahren im Pulk |
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- Fahre möglichst ruhig, vollführe keine ruckartigen Lenk-/Bremsmanöver.
- Rechne immer damit, dass der Gegner nicht ideal und fehlerlos durch den Turn fährt.
- Beobachte erst die Linie des Gegners, bevor du dich an einem Überholmanöver versucht.
- Überhole insbesondere auf Superspeedways nicht des Überholens willen. Versuche, mit Bedacht vorzugehen und meide überflüssige Gefahrensituationen.
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- Kenne die Pace Car-Geschwindigkeit.
- Fahre nicht im niedrigsten Gang.
- Halte mehrere Wagenlängen Abstand, solange der Restart noch nicht angekündigt wurde.
- Reagiere auf größere Lücken nicht mit sofortigem Beschleunigen, sondern fahre nur wenige mph schneller als das Pace Car - die Lücke schließt sich ganz von selbst.
- Weiche bei Unfällen im Vorderfeld möglichst aus und bremse erst dann (nutze die Streckenbreite).
- Schließe erst in der letzten Runde unter Gelb auf den Vordermann auf.
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- Beschleunige niemals blind: Oft sind langsame Fahrzeuge unterwegs.
- Nutze den Neustart, wenn möglich, zur Wiederaufnahme des Renntempos, nicht aber für Überholmanöver.
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- Befahre als Lapper (= eine oder mehrere Runden zurückliegend) rechtzeitig die Außenseite, damit Überrundende innen passieren können. Falls dir eine andere Variante gefahrloser erscheint, empfiehlt sich ein Hinweis per (Auto-)Chat-Zeile.
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